Willkommen in der Filmecke der Redaktion. Hier werden in lockerer Reihenfolge Videofilme, bewertet, kritisieret und empfohlen, ohne die Handlung zu verraten. Bewertet wird in Bierdosen wobei 6 der Höchstwertung entspricht und 1 der Niedrigsten. Hier ist vom lockeren Popcornkino bis hin zum anspruchsvollen Kunstfilm alles dabei und hin und wieder kommt ein Film dazu.
Wie erwartet kommt der Film nicht an die Qualität seines Vorgängers heran. Während im ersten Teil die Handlung im Vordergrund stand, welche durchaus realistisch war, ist der zweite Teil unkritischer und deutlich auf ein jüngeres Mainstreampublikum zugeschnitten. Mehr Action, einfacherer Witz und Comicartig überzeichnete Figuren machen diesen Film zu einem komplett auf komerziellen Erfolg ausgerichteten Actionfilm nach Schema F. Handlungslücken und absolut unkritscher Umgang mit dem Haupthema Drogen verbessern diesen Eindruck auch nicht. Passend zur Kritik gegen Kuba, seitens amerikanischer Regierung, ist dieses Mal Hauptbösewicht Fidel Castro (der verständlicherweise keine Gastrolle übernimmt). Vermutlich 1/3 der Filmzeit werden Billige Kulissen und teure Autos zerstört und ein gutes weiteres Drittel veranschlagen irgendwelche wilden Schießereien. Es wird nicht verraten warum die Wachposten im Gefängnis Guantamo zwar auf die heranfahrenden Autos schießen, allerdings dann tatenlos zusehen wie sämtliche Hauptakteure sich dann mit Pistolen ein Duell liefern. Auch ist der zweite Teil des Films wesentlich politsch korrekter als der Erstling, so ist z.B. Burnett unbegründet vom Familienvater aus der sozialen Unterschicht, der sich um seine Existenz zum reichen, aber hypernervösen Bullen geworden, ganz zu schweigen vom Chef der von Minute zu Minute unglaubwürdiger wird. Wer viel Action und wenig Handlung bevorzugt ist mit dem zweiten Teil wohl wesentlich besser bedient. 4-6 Bierdosen.

Nicht Auflegen:
Bisher ist es kaum einem Film gelungen eine Handlung fast nur an einem einzigen Ort spielen zu lassen, dazu noch fast komplett auf Gewalt zu verzichten und dennoch die Spannung bis zur letzten Minute aufrecht zu erhalten. Dieser Film schafft es. Statt mit spektakulären Chrashs und Kampfszenen setzt er lieber auf das Talent des Hauptdarstellers und auf ein spannendes Psychoduell, vergleichbar mit dem in „Seven“. Der Film hat einige überraschende Wendungen, viel Emotion und eine Botschaft die man in den Alltag übertragen kann. Mit knapp 80 Minuten ist dieser Film nicht besonders lang kommt einem allerdings im positiven Sinne länger vor als er ist. Man kann sich wirklich in die Rolle des Hauptdarstellers versetzten und gegen Ende des Films ist sogar immer wieder eine Steigerung der Spannung und Dramatik möglich. Ungewöhnlich, gut, sehenswert. 6-6 Bierdosen

Whale Rider, ein Film der wirklich nichts für das Actionverwöhnte Publikum ist, da er fast ganz ohne Hektik und Spannung verfügt, dafür bietet er allerdings etwas das in meinen Augen wesentlich mehr wert ist: Gefühl, Einfühlungsvermögen, Wissen über die Kultur eines Maoristammes, eine Lektion über das Schicksal und nicht zu letzt wirklich tolle Schauspieler. An erster Stelle natürlich das geistige Duell zwischen Tochter und Großvater (beide spielen einfach nur grandios), aber auch die Großmutter und ihre Freundinnen sind genial gespielt. Der Film ist sympathisch, lehrreich, witzig, ein Glanzstück als Film für die Emanzipation, zeigt Verständnisvoll die Beziehung zwischen Kultur und Tradition (wobei Kultur das ist was sich seit einiger Zeit bewährt hat und gut ist und Tradition das was eine Zeit lang überlebt hat) und den Konflikt zwischen eben dieser Tradition und Verständnis und Gerechtigkeit. Ein sehr bewegender Film, der im übrigen an Originalschauplätzen gedreht wurde und in den Nebenrollen mit zahlreichen echten Dorfbewohnern besetzt ist. Natürlich kann man aus dem Film auch eine Lehre ziehen z.B. das man nicht bestimmen kann wie man aussieht, ob man der Zweitgeborene ist und und und, aber das man mit Charakter und Ehrgeiz auch seine „Schwächen“ ausbügeln und Ziele erreichen kann. Auch hier ganz klar 6-6 Bierdosen.
Nun noch zu einem sehr
kontroversen Film

Swimming Pool:
Die Handlung ist wie auch in den beiden vorherigen nicht besonders flott und hier auch nicht überladen. Sie passt sich der „Hitze“ die von dem Stoff (oder eben dem Fehlen von „Stoff“) ausgeht und daher eben gemächlich das zeigt was man unter „gepflegter Erotik“ versteht. In Anlehnung an ältere Bridget Bardot Filme beschäftigt sich der Film weniger mit der vordergründigen Handlung, sondern mehr mit den Gefühlen und der Beziehung der Hauptdarstellerinnen miteinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er zeigt auch etwas vom französischen Charme und nicht zuletzt auch die de ja vue Szenen am „Swimmingpool“ der es immer wieder schafft dezent im Hintergrund zu bleiben, aber doch präsent. Der Titel, die Darstellerinnen und das Drehbuch sind gut gewählt und wer wert auf gepflegte Erotik, eine nicht unbedingt vordergründige Handlung, dafür aber jede Menge Gefühl legt ist hier sehr gut beraten. 6-6 Bierdosen..

Was beim ersten Teil witzig und glaubwürdig wirkte, erscheint beim Zweier nur noch peinlich und mäßig lustig. Im ersten Teil, der die Geschichte eines verwöhnten Bel Air Girlies zeigt, das vom Ergeiz gepackt, von einer Peinlichkeit in die Nächste schlittert und sich anschließend doch durch Fleiß und Intelligenz durchsetzt, wird die umgekehrte Diskriminierung der verwöhnten Reichen anprangert, nimmt man Reese die Rolle absolut ab. Leider wirkt der zweite Teil wie eine schlechte Kopie. Elle ist mittlerweile zwar erfolgreiche Harvard-Absolventin und Rechtsanwältin, vergisst das alles aber plötzlich wieder und macht sich, wieder vom Ergeiz gepackt, unter fadenscheinigen Gründen, ohne konkrete Vorstellungen nach Washington um ein Gesetz vorzulegen. Dabei stellt sie sich genauso dämlich an wie am Anfang des ersten Teiles und schlittert wieder einmal von einer Peinlichkeit in die Nächste. Die Handlung ist sehr vorhersehbar, die Charaktere sind zu einseitig und wirken nur bedingt glaubhaft, die Handlung wirkt glaubhaft wie in einem C-Horrorfilm, der von einem betrunkenen Drehbuchautor geschrieben wurde, wogegen die doch äußerst talentierten Darsteller erfolglos anspielen. Der Charme, auch zwischen den Zeilen, wie im ersten Teil, fehlt komplett. An seine Stelle treten nun das Herumgehopse von Kongressabgeordneten, homosexuelle Hunde, das peinlich, kindische Verhalten von Reese und sogar Szenen die fast unverändert aus dem herausgeschnittenen Material des ersten Teiles übernommen wurden. (O-Ton Regisseur auf der DVD von Legally Blonde1): „Wir fanden das, dass Verhalten für Harvard-Studenten zu kindisch wirkt.“ Wohl aber nicht zu kindisch für das Wahlkampfbüro einer Kongressabgeordneten. Hätte sich das Team etwas mehr um die Handlung gekümmert, statt um kosmetische Feinheiten, mit denen dieser Film komplett überlastet ist, so z.B.: Die Friseurauflistung, die 3!!! Monologe in denen Reese ähnlich wie im Ersten mit Hilfe eben dieser Fakten zu Kosmetikprodukten gewinnt, das kindische Verhalten beim Friseur und die Haarschnittaktion im Repräsentantenhaus und auch die Schönheit von Washington nicht so in den Vordergrund gestellt, hätte man wesentlich mehr herausholen können, so reicht es allerdings nur für 2-6 Bierdosen.

Wie schon der an einen Christina Aguilera Song angelehnte Titel vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um ein anspruchsvolles Drama, sondern um eine Komödie a la Pretty Woman für ein jugendliches Publikum. Einige Handlungen dieses Filmes sind durchaus 08/15, aber dafür eben sympathisch. Der Film, der von den Gegensätzen zwischen Amerika und England handelt (was sich momentan auch in der Poltik beobachten lässt) wirkt manschmal pauschalisierend, aber wenn man keine Probleme hat sich einfach fallen zu lassen und den Film auch sich wirken zu lassen wird man sich köstlich über Szenen die in leicht überzeichneter Form gegen Aristokratie und übertriebene Symbolik ankämpfen amüsieren. Einige bekannte Personen des britischen Adels sind in diesem Film, der letztendlich dann doch eher an Legally Blonde (Natürlich Blond) als an Pretty Woman erinnert. Die Darsteller sind gut die Handlung ist nett und sympathisch und auch wenn diesem Film ein klein wenig der Tiefgang fehlt, so hat er die 5-6 Bierdosen doch verdient.

Ein sympathischer und netter Film, aber auch durchaus mit einer Botschaft. Äußerst gute Darsteller wie z.B. Jim Carry, der in diesem Film durchaus mehr zeigt als nur ein paar Grimmassen und seit seinem Man on the moon auch als ernsthafter Schauspieler etabliert ist. Morgan Freeman, eigentlich aus dem Fach Triller/Drama spielt in dieser Komödie einen Gott, der lustig, humorvoll und ernsthaft zugleich wirkt und Jennifer Aniston, bekannt aus Friends, zeigt, das sie mehr als nur für ein paar Lacher in einer Sitcom gut ist. Der Film schafft die perfekte Balance zwischen komödiantischen Effekten und die „du bist nicht der Mittelpunkt des Universums“ und jede Handlung hat Folgen“ Botschaft zu vermitteln. Auch wenn der Film manchmal den Eindruck erweckt, als müsse er mit Carrys Grimmassen (die Nachrichtensprecherszene) unbedingt doch ein paar billige Lacher bekommen und den leicht belehrenden Beigeschmack der Sabrina The Teenage Witch Folgen hat (was ich gar nicht so schlecht finde), so hat er es doch geschafft eine der wenigen Komödien mit Botschaft und Aussage zu werden. Ich persönlich finde ihn einfach toll und von daher 6-6 Bierdosen

Ein sehr dramatischer und zugleich mitreißender Film, über einen jugen Mann dem kurz vor der Hochzeit die Braut durch einen Attentäter genommen wird. Die nicht wirklichkeitsfremde Handlung, die zu keiner Zeit unglaubwürdig wirkt und bis in die Nebenrollen sympathischen und überzeugende Darsteller, machen den Film über die Wahrheit zu etwas besonderem. Die Stimmung während des Filmes ist seit Beginn etwas düster und wird nur in vereinzelten Szenen fröhlich. Der Film weiß immer wieder zu überraschen und verdient somit 5 von 6 Bierdosen.

Dieser Film lässt sich mit einem Wort charakterisieren: sympathisch. Leider belässt der Film es dabei. Die Handlung dürfte jedem bereits großteils bekannt sein und ebenso auch die lobenden Töne der Fachwelt und der Presse. Vieles an diesem Film weiß sicherlich zu verzaubern. Teilweise versprüht dieser Film auch Witz, doch leider beschränkt er sich auf Klischees und zeichnet, wie der Hauptdarsteller in seiner Rolle sagt: eine DDR wie er sie gern gehabt hätte. Man lernt nichts wirklich aus der echten DDR kennen außer ein paar Bildern aus den Nachrichten und das harte Eingreifen der Polizei, das zum Herzinfarkt der Mutter führt. Ein Film der "Ostalgie" wecken soll, aber keine wirkliche Botschaft hat. Er kommt über Witz und Traumbild der DDR eines einzelnen Jungen nicht hinaus. Lustig, schön anzuschauen, aber eben Inhaltslos, ähnlich wie ein Disneyzeichentrick. Aber durchaus empfehlenswert um zu Entspannen und zu Träumen. Daher 4 von 6 Bierdosen.

Gibt es eine Wahrheit? Das Verbrechen ist da, aber können wir jemals die gesamte Wahrheit finden? Und können wir deshalb, weil wir nie die Wahrheit kennen über Leben und Tod richten? Diese Frage wirft der Film „Das Leben des David Gale“ auf. Und die These wird untermauert durch viele überraschende Wendungen und immer neue Beweise, die alles, in einem komplett neuen Licht erscheinen lassen. Verabschieden Sie sich, wenn sie diesen Film sehen, erst mal vom „Schubladendenken“. Dieser Film passt in kein Fach, im Gegensatz zu „The Green Mile“, schafft es der Film, die Charaktere besser aus dem Alltagsleben zu greifen, die Situation wirkt zeitgemäßer und etwas realistischer (die Situation und die näheren Lebensumstände des Menschen Gale werden besser geschildert) und es wird eine Spannung aufgebaut. Die Darsteller sind wirklich exzellent. Im Gegensatz zum Buch die Kammer jedoch, ist die Schuldfrage des Charakters unklar. Trotzdem haben alle eines Gemeinsam, auf Ihre Art setzen sie sich realistisch, kritisch und mit dem nötigen Feingefühl, mit der Todesstrafe auseinander. Ist der Tod wirklich gerecht? Nicht ausschließlich, aber gerade jetzt ist diese Frage mehr und mehr in unseren Alltag gerückt und die gut konstruierte Situation (Todesstrafengegner gegen den Governor von Texas) verleiht dem Film ungeahnte Brisanz. Noch nie war ich mir so sicher, dass ein Film 6 von 6 Bierdosen so verdient hat.

Dieser Film ist sicherlich sehr schwer zu bewerten. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Fan der MTV-Serie sollte man allerdings schon sein, denn das ist ungefähr das, was einen erwartet. Im gewohnten Format betitelte Stunts, die thematisch zueinander passen und kurze Szenen mit allerlei Lustigem, Kuriösen und eben auch Gewalt gegen sich selbst, sind Hauptbestandteil dieses Films. Ähnlich wie South-Park, stellt dieser Film eher eine Revolution für die US Zuschauer da, die weder das Wort "Fuck" im TV zu hören bekommen, noch Szenen mit Urin, Fäkalien und Erbrochenem. Während für den South-Park Film eher die sprachliche Beschränkung eine Rolle spiele, war für Jackass eher letzteres entscheidend. In 84 Minuten, untermalt von klassischer Musik bis Heavy Metall, zeigt dieser Film, alles was im TV nicht gezeigt werden durfte. Ein weiterer Anreiz für die deutschen Fans dürfte sein, dass der Film nicht, wie die deutsche Version der Serie untertitelt ist, sondern dass die Charaktere Deutsch sprechen. Mich und die meisten anderen Zuschauer hat der Film sehr gut unterhalten, daher bekommt er die Höchstwertung 6-6 Bierdosen genauso allerdings auch 1-6, doch das ist eine Einstellungssache, wer Jackass mag, wird den Film lieben. (Über die 18er Freigabe lässt sich streiten, in der Schweiz ist Jackass übrigens ab 16 freigegeben). .

In diesem Teil textet der Autor über den neuen Eminem-Movie 8 Mile. Einem weißer Rapper wird alles genommen und er versucht einen Plattenvertrag zu bekommen. Ein Aussetzer beim Freestylen und eine saufende Mutter machen es ihm nicht leicht, man muss kein Experte sein um zu Wissen das er am Ende seine Ziele erreicht. Die Aussage des Films: im Ghetto geht es nur um Hip-Hop, Sex und Schlägereien ist oberflächlich und macht ein Film teilweise ziemlich lächerlich. Oben genannte Themen kommen in diesem Film wirklich nicht zu kurz, ob er unrealistisch wirkt war den Machern wohl ziemlich schnurz. Ein Teil der Stimmung geht auch wegen den vielen Untertitel drauf, dazu gibt es noch Übersetzungsfehler zu Hauf. Mal sprechen die Figuren Englisch mal Deutsch das entscheidet sich spontan, ein vollkommen untertitelter Film hätte es auch getan! Die Schwarzen diskriminieren den armen Weißen auch von Schlägern wird er nicht verschont, ähnliche Dinge sind wir ja schon von den Indianerfilmen gewohnt. Ich geb’ dem Movie 4-6 Bierdosen denn ihm fehlt es teilweise am Flow and that’s tha bottom-line cause, tha Autor said so!

Ein Familienvater kann den Tod seiner Frau nicht überwinden und bildet sich ein von Gott berufen zu sein „Dämonen“ zu vernichten. Dazu verwendet er ein Rohr, ein paar Handschuhe und eine Axt. Seinen beiden Kindern, die er in die Sache hineinzieht, erzählt er dies seien, von Gott gebebene „Waffen“. Der Film versteht es Schreckmomente über Sekunden aufrecht zu erhalten. Nicht zuletzt durch die sehr düsteren Bilder. Diese düstere Stimmung wird, im Gegensatz zu „Sieben“ nicht, durch das Gefühl der Sicherheit, die durch ein Ermittlerteam entsteht, aufgelockert. Das Gefühl der Hilflosigkeit, das einen Horrorfilm ausmacht, wird durch die wirklich grandiose Musik und die sehr düsteren Bilder und die gute Kameraführen unterstützt. Die an „Bone Daddy“ und „Sieben“ angelehnte Handlung weiß zu überzeugen und weißt absolut keine Schwachpunkte auf. Er ist bis in die Nebenrollen perfekt besetzt. Einen so guten Psychopathen wie den Vater habe ich das letzte Mal in „Psycho“ gesehen und auch die Kinder können überzeugen, nicht zu vergessen das verstörende Ende dass wohl auch für die FSK 18 Freigabe gesorgt haben dürfte. Ein absolutes Juwel in diesem Genre, das 6 von 6 Bierdosen redlich verdient hat.

SHA besticht vor allem durch witzige Dialoge und Handlungen und durch eine sehr gute Hauptdarstellerin (Reese Witherspoon). Es ist sehr schwer etwas von diesem Film zu erzählen ohne zu viel vorwegzunehmen. Ich möchte es dennoch versuchen: Er handelt von einer kariergeilen erfolgreichen Modeschöpferin, die alles hat. Den richtigen Verlobten, Erfolg, Geld..., Wäre sie nicht schon mit einem Looser verheiratet, der sich nicht scheiden lassen will. Leider wirkt die Handlung etwas konstruiert und es wird nicht verraten, wie sie in so kurzer Zeit derart aufsteigen konnte. Dennoch versteht es der Film die witzigen Dialoge und Handlungen von Carmichaels Vater, Großvater und ihr selbst, als Pendant zur Romantik dieses Filmes herzustellen. Zum Beispiel „Du kannst nicht mit einem Arsch auf zwei Pferden reiten “ oder eine Szene mit dem neuen Sessel. Sehr gelungener Film. Ansonsten fand ich, dass er durch den schwulen Modedesigner, etwas klischeehaft wirkt. Neben der Hauptdarstellerin, weist der Film auch sonst einige Parallelen zu „The man in the moon“ auf. Ein wirklich guter Film der 5 von 6 Bierdosen mehr als verdient hat.

Im Vergleich zu den anderen Filmen wirklich eine gewaltige Veränderung. Der Bulle von Tölz meets Mission Impossible 2. Damit hätten wir einen grossteil des Films charakterisiert. Endlich wird mit dem Unbesiegbarkeitsmythos des Brieten aufgeräumt und er gerät 14 Monate in Gefangenschaft und wird als ausgepowerter Mick Foley Verschnitt ausgetauscht, nachdem er in einer genialen Verfolgungsjagd den Sohn des Generals getötet hat. Die Spezial-Effekts erinnern sehr an die von MI2, nur eben noch größer, öfter und spektakulärer. Daran und an der Kulisse (England/ Kuba/ Island/ Eispalast) wurde nicht gespart. Wohl aber an der Handlung, die man bestenfalls als altbewährt bezeichnen kann. Wirklich neu ist eben das Bond mit der amerikanischen Agentin Jinx zusammenarbeitet und es zu einem überraschenden Turn kommt. Auch besonders zu erwähnen ist der doppelte Endfight Bond und Jinx gegen die Bösen. Altbewährt sind auch die charmanten, witzigen Dialoge für die Bond gekannt ist, die tollen Stunts und der „verrückte“ Böse der die Welt beherrschen will. Einfallslos dagegen die Erfindungen wie ein unsichtbares Auto (gesponsert von Aston Martin) und ein Ring der Panzerglas zersplittern lassen kann. Durch diese Tatsachen und weil der alte General viel wahres über den „Westen“ erzählt kommt er auf 5 von 6 Bierdosen, für einen Film den man mit ein bisschen mehr Handlung und ein paar Spezial-Effekts weniger hätte verbessern können. Aber alles in allem ein gut aufgepeppter würdiger 20ster James Bond.

Ein absolut genialer Film. Deutlich an den 2ten Teil angelehnt. Myers liefert Slapstick, Situationskomik und Wortwitz vom Feinsten. Nach einem genialen Anfang mit Gaststars wie: Britney Spears, Tom Cruise, Danny DeVito, Stephen Spielberg und und und sieht man sich wieder hineinversetzt in die Welt der Bondparodie. Diesmal bezieht er sich großteils auf "Der Morgen stirbt nie". Zu den altbewährten Gags (Schatten, riesiger Brustsatellit etc.) gesellen sich neue Gags wie z.B. eine Szene am Springbrunnen. Die Krönung lieferten Ozzy und seine Familie. Wegen der Wiederholungen und kleinen Übersetzungsproblemen mit Wortwitzen (further-father etc.) gibt es nur 5 von 6 Bierdosen.

Diesen Film kann man nur sehr schwer beschreiben. Ich möchte es aber dennoch versuchen. Am zutreffendsten wäre gegensätzlich. Während der Film Anfangs mit wenig emotionaler Tiefe und kaum Hintergrundinformationen enttäuscht und auch einige der Auflockerung dienende Sprüche nicht zünden, vermag es der Film gegen Mitte mit Detailgetreuigkeit und Realitätsnähe das Publikum zu begeistern. Der Film wirkt dort fesselnd überzeugend. Man kann sich richtig mit den Soldaten identifizieren. Doch auch das wird schnell durch Schwarz-/ Weißmalerei, stark übertriebenen Patriotismus und ein übertriebenes Feuerwerk kaputtgemacht. Doch auch hier setzen die Anfangs erwähnten Widersprüchlichkeiten bzw. Gegensätze ein. Während der ganze Film von 11.09 Patriotismus (noch schlimmer als in Spiderman) und unpassenden heroischen Tendenzen nur so wimmelt gibt es vereinzelt Kritik an Washington und daran das die US-Amerikaner ihre pakistanischen Kollegen nicht über den Einsatz informiert haben. Die Realitätsnähe weicht dem großen Feuerwerk mit möglichst vielen Raketen, Explosionen, Funken und brennendem Benzin. Zu schlechten Dialogen, a la „Sag meinen Eltern das ich gut gekämpft habe“, gesellt sich eine perfekte, geniale Filmmusik. Hätte man den Rat weniger ist manchmal mehr befolgt und weniger schmalztriefende Dialoge, weniger Explosionen, weniger übertriebene Auflockerungsspäße und weniger Schwarz-/Weißmalerei betrieben hätte es dieser Film locker mit „Der Soldat James Ryan“ aufnehmen können. So reicht es allerdings nur für 4 von 6 Bierdosen.

Ist eine deutsche Komödie, von den Machern von Werner, die etwa den selben Humor hat wie Harte Jungs. Nur ist die Handlung mehr auf Erwachsene zugeschnitten. Eine gute Leistung in diesem Film leisten die vielen Hauptdarsteller. Der wichtigste ist ein Mann der von seiner Frau verlassen wird da sie einen Pornofilm bei ihm gefunden hat. Er trifft dann einen ehemaligen Klassenkameraden wieder, der nun bekennender Schwuler ist. Gut in diesem Film gibt es das ein oder andere Klischee, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Man kann in diesem Film mal richtig über die Verklemmtheit der Menschheit nachdenken und lachen. Nennenswert ist hier eine Szene mit einem Becher Buttermilch in einer Erotikkinokabine. Auch das vorwiegend an Originalschauplätzen gedreht wurde fällt hier positiv ins Gewicht. Kernbotschaft ist der Unterschied zwischen dem Menschen und den Tieren bezüglich des Auslebens ihres Sexualtriebs. Wie gesagt für alle die Harte Jungs und/oder Werner mochten eine Empfehlung. Wegen des etwas härteren Humors nur 4-6 Bierdosen.
Bad
Company
ist ein Actionfilm, der diesen Titel auch wirklich verdient hat. Die Handlung ist dementsprechend einfach zu erklären: Chris Rock spielt einen typischen 23 Jährigen Schwarzen, HipHop gegeistert, arm, spielt gut Schach, der erfährt das er einen Zwillingsbruder hatte (wieder Chris Rock), der für den CIA arbeitete, kultiviert, hörte gern klassische Musik, trug teure Anzüge und bei einer Mission getötet wurde. Er hat dann, a la „Pretty Woman” nur wenige Tage Zeit die Welt vor einer Atombombe zu retten. Von den Dialogen, Szenen und Handlung her erinnert der Film an eine verbesserte Version von Bad Boys mit Will Smith. Wem dieser Film gefallen hat und wer sonst gern auf explosives Kino steht ist in diesem Film genau richtig. Die Handlung klingt logisch und weist keine Lücken auf, lediglich der farbige in den USA wirkt sehr klischeebehaftet und die wieder einmal, in letzter Sekunde gerettete Welt, lassen den Film stellenweise wie aus anderen zusammengeklaut aussehen. Nichtsdestotrotz coole Sprüche, gute Darsteller, eine Art James Bondfilm und ein wirklich gutes Popcornkino. Daher nur 4 von 6 Bierdosen.
ALI
ist wirklich nicht mit den anderen Filmen zu vergleichen, nicht mit denen von Will Smith sonst (allerhöchstens teilweise mit Bagger Vance) und auch nicht mit den Filmen die sonst in den letzten Jahren ins Kino kamen. Lediglich ein Film hat wirkliche Parallelen zu Ali, nämlich Beyond the mat (Wrestlingfans dürften wissen was damit gemeint ist). Ali zeigt teilweise die Kämpfe, die ja nun mal zum Boxen dazugehören, aber was entscheidender ist, ist sein Auftreten, seine Person in der Öffentlichkeit und auch Privat. Während anfänglich die Kamera auf Cassius Clay fokussiert wird und die anderen Personen verschwemmt werden, geht der Film nach einer guten Weile auch auf die anderen Charaktere ein. Ali zeigt die 10 der bedeutendsten Jahre seines Lebens, der Gewinn des 1. Weltmeistertitels und seinen Fall durch die Verweigerung des Kriegsdienstes, aus sehr guten und nachvollziehbaren Gründen. Bis hin zu seinem zweiten wohl legendärsten Kampf, dem Rumble In The Jungle, in Afrika und der daraus resultierenden Titelregentschaft. DER Darsteller, Will Smith ist ein wirklich überzeugender Darsteller, was absolute Klasse zeigt. Während MIIB wohl eher für das jüngere Publikum ist, bzw. für die coolen Sprüche, ist Ali ein sehr anspruchsvoller Film. Jedem sollte klar sein das ein solch genreübergreifender Darsteller sehr schwer zu finden ist. In der Welt-online habe ich gelesen das der Film zu passiv sei, ich kann diese Ansicht weder teilen, noch verstehen. Der Film zeigt Will Smith als einen überzeugenden Ali und Ali als eine große Persönlichkeit, in und außerhalb des Ringes. Öffentlich und Privat, ein engerer Blick hinter die Kulissen des ex Mr. Clay, ist weder nötig noch dem Film dienlich. Es gab sicherlich einige Szenen die sehr privat waren, einige Szenen die dem Charakter eine gewisse Tiefe verleihen und dann gab es einige, den etwas älteren Zuschauern, übers Fernsehen bekannte Szenen die den Film so realistisch machen. Auch die Strategie im Ruble In The Jungle, kommt, im Gegenteil zu der Meinung des Welt-Autors, gut zur Geltung. Die Kampfszenen sind vergleichbar mit denen in „Reversal“, der den meisten Zuschauern unbekannt sein dürfte, jedenfalls sind sie absolute Spitze. Am besten gelungen Sein dürfte jedoch Alis Religion (Islam) und seine Meinung zu der Rassentrennung und dem Vietnamkrieg. Alles in allem finde ich, ist dieser Film neben der Anschlag, der Film des Sommers. Beide dürften auch auf das selbe Publikum zugeschnitten sein und sind eine sehr gute Abwechslung zum, in letzter Zeit sehr oft gezeigten, Blockbuster. Anspruchsvolle Unterhaltung über 2 ½ Stunden und ein gelungener Mix, zwischen Sport, dem Schwarz-/Weißkonflikt, einer Persönlichkeit im und außerhalb des Rings und einer ganzen Menge anderem. Sowie sehr überzeugenden Darstellern und einer guten Kameraführung und Regie der Spitzenklasse. Absolute Empfehlung. 6 von 6 Bierdosen.
Der
Anschlag
ist ein sehr brisanter Film, mit guten Darstellern, besonders Morgan Freeman, für mich einer der bedeutendsten Schauspieler überhaupt, brillierte in diesem, sehr realistischen, Film. Die Handlung ist vor allem daher überzeugend, da nicht der Superagent wie sonst die Bombe in letzter Sekunde entschärft. Die Bilder der Explosion wirken ähnlich wie die vom 11. September und bekommen daher, unverhofft, eine Aktualität wie sie in Filmen selten der Fall ist. Das die Terroristen Neonazis sind und nicht wie ursprünglich arabischer Herkunft, verleiht dem Film einen neuen positiven Aspekt. Auch das Amerika quasi an der ganzen Sache eine Teilschuld trägt lässt diesen Film sehr realistisch wirken. Die Szenen über Russland und Politik im Allgemeinen sind gut und überzeugend, wie der ganze Film. Wenn sie in nächster Zeit planen ins Kino zu gehen und 123 Minuten alles um sich herum vergessen wollen und sich auf dieses Actionabenteuer mit Handlung einlassen wollen, kommen sie an diesem Film nicht vorbei. Vergleichbar mit dem was James Bond früher war. Ein absoluter Pflichtfilm. Einer der Besten Filme überhaupt, wenn ich nicht sehr hohe Erwartungen an „Ali“ stellen würde, würde ich sogar sagen der Film des Jahres. Auf jeden Fall ansehen. Sechs von 6 Bierdosen
MIIB
ist ein sehr schöner Film, mit Charme, Witz und zwei guten Hauptdarstellern. Gekonnte Übergänge, der Film wiederholt so gut wie keine Gags aus dem ersten Teil und die Übersetzung passt ist sehr gelungen. Die Spezial-Effekts, einfach nur WOW und die Dialoge sind schön bissig. Aber leider reicht er nicht ganz an die Ideen des ersten Teils ran. Der Einser war etwas noch nie da gewesenes, der Zweier wirkt reifer, philosophischer aber der Humor des ersten Teils bleibt unerreicht. Was dem Film meiner Meinung nach ein bisschen schadet, ist das er auf eine Fortsetzung zugeschnitten ist. Aber: Er ist auf jeden Fall ein sehr guter Film, ein netter Liebenswerter Film und besser als die Meisten Produktionen zur Zeit, die Charaktere inkl. den Aliens, Jay und Kay und dem Mops sind gut ausgearbeitet und witzig. Ich würde sagen das sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.. Die Handlung ist vergleichbar mit der von MIB eins und ziemlich gut. Neue Erfindungen gibt es genug und der Gaststar Michael Jackson ist auch zum schreien. Auch wieder dabei der Typ mit dem nachwachsenden Kopf und die süßen kleinen Aliens die immer nur Fun haben wollen. Ein absolut beeindruckender Film. 4 von 6 Bierdosen.
Spiderman
ist ein gut gemachter Film, mit guten Schauspielern. Die Handlung ist in den ersten 50 Minuten wirklich gut, aber mit der Verfolgungsjagd wechselt der Film in eine Power-Ranger-artige Handlung. Der Böse der grüne Kobold, kämpft gegen den immer guten Fehlerlosen Spiderman: Schwarzweißmalerei. Die Dialoge sind teilweise schmalzig, dann wieder einfach nur doof. Dies liegt sicherlich auch zum Teil an der Übersetzung. Patriotismus. Nach dem 11. September noch extremer als zuvor. United we stand, die Amerikaner sind die guten, lauter nette Menschen ohne Rassenprobleme die dem Spidy helfen ---> Brückenszene. Am Ende landet diee Spinne auf der Amerikanischen Flagge. 3 von 6 Bierdosen.